2 Mieter stehen vor dem Hauseingang der Gustav-Kurtze-Promenade, ein Haus der WBG "Aufbau" Strausberg

Guter Service – gemeinschaftliche Regeln

Unsere Hausordnung

Die Wohnqualität  in unserer Genossenschaft hängt weitestgehend von dem Verhalten der Mieter und ihrer Familien ab. Mit der Hausordnung werden Verhaltensmaßstäbe festgelegt, die für jeden Mieter verbindlich sind und dem Schutz seines individuellen Bereiches dienen.

Die Hausordnung ist Ergänzung und damit Bestandteil des Nutzungsvertrages über eine Wohnung der Wohnungsbaugenossenschaft „Aufbau“ Strausberg eG.
Wiederholte grobe Verstöße gegen die Hausordnung  sind genossenschaftswidriges Verhalten und können Grund für die Kündigung der Wohnung  und den Ausschluss aus der Genossenschaft sein.

1. Allgemeine Pflichten

1.1. Jeder Mieter und die in seinem Haushalt lebenden Personen sowie die sich in seiner Wohnung  aufhaltenden Gäste sind verpflichtet, die Hausordnung einzuhalten.

1.2. Jeder Mieter ist berechtigt, darauf einzuwirken, dass die Hausordnung von anderen eingehalten wird. Bei Verletzungen der Hausordnung ist grundsätzlich der Vorstand zu informieren, damit weitere Schritte eingeleitet werden können.

1.3. Der Mieter ist verpflichtet, personelle Veränderungen bei den Wohnberechtigten umgehend der Geschäftsstelle mitzuteilen.

1.4. Kürzere oder länger dauernde Abwesenheit des Mieters entbinden diesen nicht von der Wahrnehmung seiner Pflichten, die im Zusammenhang mit der Nutzung der Wohnung und der Hausordnung stehen. Es liegt im Interesse des Mieters, wenn er bei mehrtägiger Abwesenheit einen Mitbewohner davon unterrichtet und Vorsorge für einen leichten Zugang zu seiner Wohnung bei Notfällen trifft.

1.5. Der Mieter ist verpflichtet, Havarien, Schäden an der Wohnung, am Haus oder an den Anlagen  sofort dem Vorstand oder dem Beauftragten zu melden und zu versuchen, bei unmittelbar  drohender Gefahr durch geeignete Maßnahmen für Abhilfe zu sorgen.

1.6. Mutwillige Zerstörungen gelten als grobe Verletzungen der Hausordnung und sind dem Vorstand oder dem Beauftragten gegenüber meldepflichtig.

1.7. Die dem Mieter zur Nutzung überlassene Wohnung darf ohne Genehmigung des Vorstandes weder an Dritte weitervermietet noch für gewerbliche Nutzung gebraucht werden.

2. Pflichten zur Pflege und Erhaltung der Wohnung

2.1. Der Mieter ist verpflichtet, die Wohnung in einem sauberen Zustand zu halten und regelmäßig zu renovieren. Für die Renovierungsmaßnahmen gelten in der Regel folgende Zeiträume:

Küchen, Bäder: 3 Jahre
Wohn- und Schlafräume, Flure: 5 Jahre
Türen, Heizkörper, Heizungsrohre und Innenanstrich
der Fenster soweit notwendig: 4 Jahre
sonstige Nebenräume: 7 Jahre

2.2. Alle baulichen Veränderungen in der Wohnung und in Nebengelassen (z. B. Loggia, Balkon, Keller, Kammer) dürfen nur nach schriftlicher Genehmigung des Vorstandes  vorgenommen werden. Unter baulichen Veränderungen sind auch  Erweiterungen oder Veränderungen der stationären Versorgungsleitungen (z. B. Heizung, Elektrik, Sanitär, Antenne) zu verstehen. Der Mieter haftet ohne Rücksicht auf Verschulden für alle Schäden. Er hat die Einhaltung der gesetzlichen bzw. behördlichen Vorschriften zu gewährleisten. Eine ohne Erlaubnis des Vorstandes vorgenommene Änderung hat der Mieter unverzüglich auf seine Kosten zu beseitigen.

2.3. Der Mieter ist verpflichtet, vor dem Installieren größerer mit elektrischem Strom betriebener Verbraucher (über 2000 W) das Einverständnis des Vorstandes einzuholen.

2.4. Das richtige Heizen und Lüften der Wohnung dient der Pflege der Bausubstanz und ist durch den Mieter zu gewährleisten. Es ist so zu heizen und zu lüften, dass Nässeschäden in der Wohnung vermieden werden.

2.5. Bei der regelmäßigen Pflege und Reinigung sind durch die Mieter nur solche Reinigungsmittel anzuwenden, die materialschonend sind. Toiletten- und Abflußbecken dienen nicht der Aufnahme von Haus- und Küchenabfällen sowie Hygieneartikeln. Für auftretende Schäden ist der Mieter verantwortlich.

2.6. Bei der Kündigung der Wohnung ist diese in einem sauberen Zustand dem Vermieter zu übergeben. Ausrüstungsgegenstände müssen funktionstüchtig und im sauberen, der Nutzungsdauer entsprechenden Zustand hinterlassen werden. Gegenstände aller Art, siehe Pkt. 3.9., sind durch die Nutzer zu beräumen. Sämtliche zur Wohnung gehörende Schlüssel sind auszuhändigen. Wird die Wohnung mangelhaft übergeben, trägt der Mieter die Kosten für die Instandsetzung.

3. Pflichten zur Pflege und Erhaltung des Hauses und Gemeinschaftseinrichtungen

3.1. Die Sauberhaltung und Pflege

  • des Treppenhauses (einschließlich der Flure, Treppen, Fenster, Treppengeländer)
  • des Dachbodens
  • der Kellerräume
  • der Gemeinschaftsräume
  • der Hauseingangstüren
  • der Außenanlagen

obliegt allen Bewohnern.

Die Leistungen einschließlich Pflegemittel werden ohne Entgelt von jedem Mieter in einem zwischen den Bewohnern vereinbarten Turnus (im Normalfall wöchentlich, Dachboden halbjährlich) je Aufgang durchgeführt. Bewohner, die nicht in der Lage sind, diese Leistungen zu erbringen, haben Sorge dafür zu tragen, dass ein durch sie Beauftragter diese Leistungen  regelmäßig durchführt.

Wird die Sauberhaltung und Pflege des Treppenhauses der Räumlichkeiten und der Außenanlagen wiederholt grob vernachlässigt, so kann der Vorstand diese Arbeiten einer Firma übertragen und die entstehenden Kosten mit der Betriebskostenabrechnung umlegen.

3.2. Die Hausbeleuchtung (Flur, Treppenhäuser, Keller, Dachböden) ist sparsam zu verwenden. Der individuelle Anschluss mit Strom betriebener Anlagen an das Netz der Hausbeleuchtung/elektrische Hausanlagen ist nicht gestattet.

3.3. Veränderungen oder Eingriffe an der Gemeinschaftsantennenanlage und elektrischen Anlage durch die Mieter sind untersagt.

3.4. Das Betreten des Hausdaches ist nur Beauftragten des Vorstandes gestattet. Als Ausnahmefall gilt die Benutzung des Notausstieges im Havariefall.

3.5. Zum Schutz aller Mieter sind die Haustüren in der Zeit von 20:00–06:00 Uhr so zu verschließen, dass Unbefugten das Betreten nicht möglich ist. Verantwortlich dafür ist jeder Mieter. Im Übrigen ist das unkontrollierte Offenstehenlassen der Haustür für jede Tages- und Nachtzeit untersagt.

3.6. Blumenkästen und Blumenbretter sind vom Mieter sicher anzubringen. Beim Begießen der Pflanzen auf Balkonen und Fensterbänken ist darauf zu achten, dass keine Beschädigungen an der Hauswand entstehen und das Gießwasser nicht auf Fenster und Balkone von Mitbewohnern bzw. Passanten tropft. Das sichtbare Trocknen von Wäsche auf Balkonen ist nicht gestattet.

3.7. Es ist verboten, Gegenstände jeglicher Art aus Fenstern und von Balkonen zu werfen.

3.8. Hauseingänge/Treppenhäuser, Kellergänge, Dachböden und alle Gemeinschaftsräume sowie Durchgänge sind von allen Hindernissen freizuhalten. Das dauernde Abstellen von Gerümpel, altem Hausrat oder anderen Gegenständen ist nicht gestattet. Bei Zuwiderhandeln trägt der Verursacher die Beräumungskosten.

3.9. Das Abstellen von Fahrrädern in den Hausfluren und Treppenhäusern ist nicht gestattet. Auch zeitweise dürfen Fahrräder nur in den dazu vorgesehenen Räumen abgestellt werden. Motorgetriebene Fahrzeuge sind grundsätzlich nur auf den vorgesehenen Verkehrsflächen abzustellen.

3.10. Flure, Treppenhäuser, Keller, Durchgänge und Hauseingänge sind nicht zum Spielen zugelassen.

3.11. Das Rauchen im Treppenhaus, Kellerbereich und auf den Dachböden ist verboten.

3.12. Bei offenen Müllplätzen sind ausschließlich nur Container zum Entsorgen des Hausmülls zu nutzen. Das Abstellen von Sperrmüll und sonstigem Hausrat ist verboten.
Für die Entsorgung von Sperrmüll ist der Mieter selbst verantwortlich.

3.13. Das Lagern von feuergefährlichen, leicht entzündbaren sowie Geruch verursachenden Stoffen in Keller- und Boden-räumen ist untersagt. Auf dem gemeinsamen Trockenboden dürfen keine Gegenstände abgestellt werden.

4. Sonstige Pflichten des Mieters

4.1. Zu jeder Tageszeit ist jedes über das normale Maß hinausgehende Geräusch, welches die Mitbewohner beeinträchtigen kann, zu vermeiden. Notwendige Reparaturen sind werktags in der Zeit von 07:00–18:00 Uhr auszuführen. Außer der Mittagsruhezeit von 13:00–15:00 Uhr läuft eine weitere besondere Ruhezeit von 22:00–7:00 Uhr. Das Abspielen und Anhören von Rundfunkgeräten und Tonträgern jeder Art sowie das Hausmusizieren ist stets auf die Wohnung und auf Zimmerlautstärke zu beschränken. Geräuschintensive  Haushaltgeräte (z. B. Waschvollautomaten) sind nur außerhalb der Ruhezeiten zu betreiben. Auch auf Zuwegen, äußeren Anlagen, Fluren und im Treppenhaus  ist jegliche Lärmverursachung zu vermeiden.

4.2. Ausnahmen von der in 4.1. getroffenen Regelung sind bei Familienfeiern aus besonderem Anlass möglich. Der verantwortliche Mieter hat jedoch die Pflicht, seine Mitbewohner über das bevorstehende Ereignis zu informieren und die Geräuschbelästigung in zumutbaren Grenzen zu halten. Wiederholter Missbrauch dieser Regelung wird als grober Verstoß gegen die Hausordnung bewertet.

4.3. Kinder sollen möglichst auf den Spielplätzen spielen. Bei Spiel und Sport in den Anlagen muss auf die Anwohner und die Bepflanzung Rücksicht genommen werden. Lärmende Spiele und Sportarten  (z. B. Fußballspiel) sind in den Vorgärten, im Treppenhaus und in sonstigen Nebenräumen nicht gestattet.

4.4. Zur Pflege des Gemeinschaftssinns sind Hausveranstaltungen in Gemeinschaftsräumen gestattet.

4.5. Das Halten von Haustieren ist nur gestattet, wenn die Mitbewohner des Hauses dadurch nicht  belästigt werden. Anderenfalls kann das Halten der Haustiere untersagt werden.
Die Tierhaltung hat hygienischen und medizinischen Erfordernissen sowie den Bestimmungen des Tierschutzes zu entsprechen.

Sollten einzelne Bestimmungen der Hausordnung unwirksam sein oder Lücken enthalten, wird dadurch die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht berührt.

Diese Hausordnung wurde am 22.01.1998 von der Vertreterversammlung bestätigt.

Stellplatzordnung

für entgeltlich genutzte PKW-Stellflächen der Wohnungsbaugenossenschaft „Aufbau“ Strausberg e.G.

1. Für die Nutzung der PKW-Stellflächen gelten die in der Hausordnung der WBG „Aufbau“ festgelegten Grundsätze des gemeinsamen Wohnens auf dem Grundstück.

2. Der Mieter darf den Stellplatz nur zu vertraglich bestimmten Zwecken benutzen. Der Vermieter haftet für keinerlei Schäden, gleich aus welchem Grund er dem Mieter entstanden ist. Die Inanspruchnahme des Stellplatzes durch Dritte ist ausschließlich in Zuständigkeit des Mieters zu klären.

3. Die Ein- und Ausfahrt hat mit größter Sorgfalt zu erfolgen. Die Zufahrt sowie die Flächen vor den Stellplätzen sind stets freizuhalten. Dort darf nicht geparkt werden.

4. Unnötiger Lärm ist zu vermeiden, insbesondere lautes Türschlagen und unnötiges Laufen lassen des Motors. Auf dem gesamten Grundstück ist das Hupen untersagt.

5. Durch den Mieter ist der Stellplatz sauber zu halten. Die Beseitigung von Schnee, Eis und das Abstumpfen bei Glätte obliegt dem Mieter.

6. Das Waschen des Fahrzeuges auf dem PKW-Stellplatz ist nicht gestattet. Die Ausführung von Fahrzeugreparaturen  ist untersagt. Der Mieter ist verpflichtet, bei Benutzung des Stellplatzes die einschlägigen polizeilichen Vorschriften insbesondere das Verbot der Lagerung von Treibstoff, Öl und feuergefährlichen Gegenständen sowie des Hantierens mit Feuer zu beachten.

7. Der Mieter haftet dem Vermieter für alle Schäden, die durch eine nicht vertragsgemäße Nutzung am Stellplatz entstehen.

8. Der Mieter ist verpflichtet, alle Personen, die sein Kraftfahrzeug in den und aus dem PKW-Stellplatz verbringen auf diese Verpflichtung hinzuweisen.